
Freizeit Kurier, 29.01.2005
Salz & Pfeffer
Salz & Pfeffer
Seeberghof
Fades Wochenende. Sagt die Mama zum Papa, geh, fahren wir doch über Kapfenberg nach Mariazell, Super-Idee, los geht’s, und dann hat der Bub schon wieder Hunger.
Ortsschild Seewiesen, Restaurant Seeberghof, also Würstel mit Saft, und weiter. Doch plötzlich liegt da diese Karte. Duett von der Gänsestopfleber mit Trüffelöl und Pistazien (€ 7,50), Straußensteak
(220 g) auf Rotweinschalotten, mit würziger Butter überbacken und zwei Beilagen (€ 13,90). Frisch, saftig, unerwartet unsteirisch. Der Gaumen tanzt und verlangt nach Zugabe, also nach Rosen vom tete de moines an gerösteten Äpfeln und Himbeeressig (€ 5,90). Seit zwei Jahren überraschen Regina Gottwald und Götz Schüle die Gästeschaft. Und auch Restaurant-Kritiker, die unangemeldet vorbeischneien. So wurde der Seeberghof von den Falstaff-Lesern zum Lieblingsrestaurant erklärt, die Zeitschrift reihte das Lokal auf Platz drei in der Kategorie Newcomer. Und schrieb: „Eine kulinarische Alternative zum Steirereck am Pogusch.“ Dieses Kompliment wurde nur durch die
Aufnahme in den „Michelin Hotel- und Restaurantführer 2005“ übertroffen.
Seeberghof, Seewiesen 45, 8636 Seewiesen, Tel. 03863/8115, www.seeberghof.at, Mi–Mo 8–24 Uhr, Di Ruhetag
Von Harald Schume
Fades Wochenende. Sagt die Mama zum Papa, geh, fahren wir doch über Kapfenberg nach Mariazell, Super-Idee, los geht’s, und dann hat der Bub schon wieder Hunger.
Ortsschild Seewiesen, Restaurant Seeberghof, also Würstel mit Saft, und weiter. Doch plötzlich liegt da diese Karte. Duett von der Gänsestopfleber mit Trüffelöl und Pistazien (€ 7,50), Straußensteak
(220 g) auf Rotweinschalotten, mit würziger Butter überbacken und zwei Beilagen (€ 13,90). Frisch, saftig, unerwartet unsteirisch. Der Gaumen tanzt und verlangt nach Zugabe, also nach Rosen vom tete de moines an gerösteten Äpfeln und Himbeeressig (€ 5,90). Seit zwei Jahren überraschen Regina Gottwald und Götz Schüle die Gästeschaft. Und auch Restaurant-Kritiker, die unangemeldet vorbeischneien. So wurde der Seeberghof von den Falstaff-Lesern zum Lieblingsrestaurant erklärt, die Zeitschrift reihte das Lokal auf Platz drei in der Kategorie Newcomer. Und schrieb: „Eine kulinarische Alternative zum Steirereck am Pogusch.“ Dieses Kompliment wurde nur durch die
Aufnahme in den „Michelin Hotel- und Restaurantführer 2005“ übertroffen.
Seeberghof, Seewiesen 45, 8636 Seewiesen, Tel. 03863/8115, www.seeberghof.at, Mi–Mo 8–24 Uhr, Di Ruhetag
Von Harald Schume
Kleine Zeitung / 31.03.2008
Seewiesen, Seeberghof
Einer mit Familienanschluss: Im Mariazellerland wird ideenreich aufgekocht.
Im Seeberghof fühlt man sich gleich zu Hause. Auch, wenn man zum ersten Mal zu Gast ist, wird man von Anfang an wie ein (sehr gern gesehener) Stammgast behandelt. Regina Gottwald, die Chefin des Hauses, managt den Service mit Charme und Schmäh, zeigt jedem gern Babyfotos von Haushund Kia und bringt sonst zackig auf den Tisch, was Hausherr Götz Schüle aus der Küche schickt. Gleich vorweg: Auch da ist viel Herzerwärmendes dabei.
Ein echter Seelenstreichler ist gleich zu Beginn die Hirschkalbsuppe mit Topfennockerl und Portwein (4,50 Euro). Bemerkenswert: (Fast) jedes Gericht kann auch als kleine Portion geordert werden. So hat man mehr Gelegenheit, sich durch die variantenreiche Karte zu essen. Mit Milchschaumhauberl kommt der Capuccino von der Karotte (3,40 Euro) auf den Tisch. Sieht spitze aus, macht Spaß beim Essen, könnte aber eine Spur würziger sein!
Das Tartar vom steirischen Rind (5,90 Euro) begleitet eines der besten Blunzengröstl unter der steirischen Sonne. Das Tartar selbst ist etwas für Kaperntiger und Liebhaber grob gehackter Fleischstücke. Köstlich schmecken die Tortelloni mit Steinpilzfülle (5,90 Euro), wenngleich der Geschmack des Trüffelkäses auch ein bisschen unter der Patronanz des Kräutersaftls leidet. Beim ausgezeichneten "Braterl von der Lachsforelle" (große Portion 11,90 Euro) bettet sich der zottelige Haushund neben den Tisch. Ganz so, als wüsste er, dass die Zeit für das Blättern im Fotoalbum gekommen ist.
Stand: 30 März 208)/BIRGIT PICHLER




